Ziel 2022: Jeden Monat 1 Buch – März

Fokus von Hermann Scherer mein Buch im März

Für das Monatsziel habe ich wieder ein neues Buch ausgesucht, das bereits auf dem Einband eine klare Botschaft trägt und somit die Zielsetzung der zu lesenden Bücher (die mich weiterbringen, andere Denkmuster aufzeigen, mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun haben) durchaus erfüllen sollte.

Der ganze Titel lautet: Fokus! Provokative Ideen für Menschen, die was erreichen wollen

Ich fand das Äußere des Buches in Schwarz, mit goldener Schrift und dem Titel einfach „provokant“ und interessant zugleich. Zudem habe ich die Buchaktion von Herrmann Scherer genutzt und lediglich die Versandkosten getragen. Eine Win-Win-Situation, so hoffte ich. 🙂
(P.S. Es handelt sich um keinen Affiliate-Link; es handelt sich nur um die Info der Aktion, die ich genutzt habe.)

Mein Buch im März: „Fokus!“ von Herrmann Scherer

Warum das Buch einzigartig ist und du es unbedingt brauchst
„Es gibt ein Leben vor dem Tod“, so lautet die Kernaussage in Hermann Scherers Bestseller- Roman „Fokus“. Diese Aussage ist Mahnung und Appell gleichermaßen. Mahnung davor, das eine Leben, das jedem von uns zur Verfügung steht, einfach fremdbestimmt und unzufrieden geschehen zu lassen. Appell dafür, die Gitterstäbe unseres imaginären Erfahrungsgefängnisses zu sprengen und zu leben. Die inspirierenden, oftmals persönlichen Geschichten, die Hermann Scherer in seinem Buch aufgreift, umfassen ein Spektrum, das alle Aspekte des Lebens einschließt. Der Autor scheut sich nicht, von Angst, Selbstbetrug und Selbstzweifeln zu erzählen, um anschließend volle Kraft voraus auf Problemlösung, Mut und Selbstbestimmung zu setzen. Sein Credo: Es ist Zeit, endlich die Probleme anzugehen, die einen davon abhalten, sein Leben zu leben.“

Diese kurze Zusammenfassung findet sich auf der Webseite der bereits erwähnten Buchaktion.

Schreibstil

Scherers Schreibtstil ist einzigartig und ich musste mich erstmal ein wenig daran gewöhnen. Aber da ich sein Buch „Glückskinder“, bereits im letzten Jahr gelesen habe, kam ich in sein neues Werk schnell rein.

Sein Schreibstil ist humorvoll und lustig und manchmal auch zum Kopfschütteln. Er verschönt nichts aus seinem Leben und erzählt unter anderem offen von der traumatischen Situation zu Ostern, welche er selbst bei seinem Sohn verursachte. Das Buch ist also durch Humor und Ehrlichkeit geprägt. Beides ist so ineinander verwoben, dass wir uns am Ende des Buches, mit der gleichen Ehrlichkeit den von Scherer aufgezeigten, provokative Ideen und Fragen stellen sollten.

Provokative Ideen und Fragen

Die Titel der Kapitel geben schon einmal einen Eindruck von seinem Humor mit ernstem Hintergrund.
– Die Opportunitätskosten von Kinderschokolade
– Als Kätzchen hin, als Tiger zurück
– Die Inflation des Jas und die Wertberichtigung des Neins

sind drei Beispiele, wo ich mir im ersten Moment nicht sicher war, was mich tatsächlich erwarten würde. Am Ende vermittelt er aber nicht nur, dass (und wie viel genau) Brokkoli putzen ein wichtiger Ausgleich im Leben bei zu viel Kinderschokolade sein könnte, sondern führt uns Leser zu der Kernaussage seines Buches. Letzten Endes dürfen wir uns alle die Fragen nach unseren eigenen Fokus, Antrieb und Motivation stellen.

Scherer will uns verdeutlichen, dass wir in einer Welt der Quick-Wins leben: „So sind wir. Wir Quick-Winner. Wir legen unseren Fokus auf kurzfristige Erfolge statt auf langfristige Ergebnisse und wundern uns, dass wir kurzfristig scheinbar erreichen, was wir wollen, aber langfristig nicht dahin kommen, wofür wir wirklich angetreten sind.“

Es geht also nicht um schnelle Befriedigung in Form von Netflix, Schokolade oder anderen Substituten, sondern um die Anregung, dass wir uns damit beschäftigen sollen, was uns wirklich glücklich macht. Wofür wir wirklich angetreten sind…

Wir sollten den Fokus nicht auf „sofortige“ Befriedigung legen, sondern mittel- bis langfristige Ziele anpeilen. Dafür ist es allerdings notwendig, dass wir uns nicht ablenken lassen und unserem Ziel verpflichten: „Empowerment bestimmt, wohin die selbstbestimmte Reise geht und Commitment, ob Sie das Ziel erreichen.“ (Herrmann Scherer)

Jeder, der behauptet, etwas erreichen zu wollen. Aber wer nicht einmal ansatzweise eine Investition für sein Ziel erbringt, wird scheitern. Und dann werden äußere Umstände dafür verantwortlich gemacht.

Scherer appelliert an uns, dass wir unser Leben leben sollen. Das Leben vor dem Tod.

Meine Gedanken… oder: hier gebe ich meinen eigenen Senf dazu

Der Inhalt seines Buches ist nicht neu. Wer sich mit Literatur der Persönlichkeitsentwicklung oder Coaches beschäftigt, hat diese Themen so oder so ähnlich schon gelesen. Aber es ist der Scherer-Stil, der die Inhalte anders herüberbringt. „Fokus!“ verspricht auf eine Art und Weise provokative Ideen, ist aber gleichzeitig nicht provokativ. 🙂

Was meine ich damit?

Seine Aufforderung, das eigene Leben zu bestimmen, so wie wir es wollen. Jederzeit. Es lohnt sich immer anzufangen. Ohne Ausreden. Denn Ausreden finden, warum etwas nicht geht oder möglich ist, sind Grenzen in unseren Köpfen, die wir uns selbst gesteckt haben. Wir haben Potenzial, was wir nicht nutzen und oft auch gar nicht erkennen. Alles ist möglich, nur wir denken nicht groß genug. Scherer möchte motivieren, inspirieren und anregen.

Durch seine verrückten und lebendigen Beispiele (und ich nehme an, dass diese Erlebnisse tatsächlich so stattgefunden haben), bringt er die Themen „Grenzen, Glaubenssätze, Nein-Sagen“ und so weiter, nochmal anders auf den Punkt. Währenddessen stellte ich mir beim Lesen die Fragen:

„Warum lasse ich das einfach geschehen?“oder „Warum nutze ich mein Potenzial nicht?“ „Muss ich mich wirklich „nur“ konzentrieren und fokussieren, um (m)ein großes Ziel zu erreichen?“ „Wie will ich am Ende auf mein Leben zurückblicken und was will ich darüber sagen?“

Ich finde sein Buch wirklich motivierend und ehrlich. Durch seine Anekdoten hält er uns den Spiegel vors Gesicht und ermutigt uns, selbstbestimmt unser Leben zu leben. Und erstmal verrückt klingende Dinge sind natürlich möglich. Auch wenn es nicht einfach ist. Denn Grenzen legen wir uns selbst auf. Wer Ja sagt und Nein meint, der hat Stress, weil er tut, was er nicht will. Das ist der Kern. Wir sollten also tun, was wir wollen. Dazu gehört allerdings auch eine Portion Mut, die Scherer uns Lesern gern mit an die Hand geben will.

Aber auch schon im Untertitel stellt er klar, dass sein Buch nicht für jeden geeignet ist und nur für Menschen gedacht ist, die mit den provokativen Ideen etwas umsetzen wollen. Die etwas erreichen wollen.

Sehr witzig fand ich auch die Gebrauchsanweisung auf der Rückseite – eine Art „Beipackzettel“ zur Handhabung des Buches. Hier empfiehlt Scherer, dieses Buch jeden Tag so lange zu lesen, bis dein individueller Inspirationsbedarf gedeckt ist und du bei dir Anzeichen von Motivation feststellst. Folgende Nebenwirkungen können sein:

  • intensive Gefühle wie Mut oder Tatendrang,
  • aktives Gestalten des eigenen Lebens und
  • Treue gegenüber den eigenen Träumen

Und deswegen gehe ich jetzt Brokkoli putzen. 😉

„Konzentrieren und fokussieren Sie sich also auf eine Sache, ein Ziel. Setzen Sie Scheuklappen auf, um Optionen und Ablenkungen nicht nur zu ignorieren, sondern gar nicht zu sehen. Und nur noch den Fokus darauf zu legen, was Sie sich selbst versprechen.“
Hermann Scherer

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Kategorisiert in Rückblick

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