Erste Erfahrungen zur Grundsteuerreform

Grundsteuerreform - Erste Erfahrungen

Erste Erfahrungen zur Grundsteuerreform: ELSTER-Plattform zusammengebrochen, Ärger, Verzweiflung, und die Kritiken nehmen nicht ab!

„Aufgrund enormen Interesses an den Formularen zur Grundsteuerreform kommt es aktuell zu Einschränkungen“ hieß es Anfang Juli auf der Online-Plattform ELSTER und war damit der Auslöser von allem.

Die Abgabe der Grundsteuerfeststellungserklärung muss von allen Grundstückseigentümern vom 01.07.2022 bis 31.10.2022 erfolgen. Der erste Monat von den insgesamt vier Monaten, in denen die Feststellungserklärung abgegeben werden muss, ist vorbei. Zeit für eine Zwischenbilanz!

Kritik nimmt nicht ab

Was für ein holpriger Start! Die Stufe 1 der Grundsteuerreform hat begonnen und die Abgabe der Grundsteuer-Feststellungserklärungen läuft alles andere als geplant.

Die Nachrichten und Kritiken rund um die Online-Plattform der Finanzverwaltung reißen nicht ab. Am 06.08.2022 berichtete zum Beispiel Focus Online, dass viele betroffene Bürger an dem ELSTER-Portal der Finanzverwaltung scheitern, „bei einigen Menschen fließen sogar Tränen – die Verzweiflung ist riesig“. So liest man auch in anderen Online-Nachrichtendiensten und sozialen Netzwerken beispielsweise Dinge wie:

„Die Grundsteuerreform ist kompliziert und führt zu viel Ärger, Verwirrung und offenen Fragen.“

„Zeitdruck und komplexe Anmeldung bei Elster“

„Verzweiflung wegen Grundsteuer mit Elster“

„Hotline-Mitarbeiter werden angekeift“

„Technische Probleme: Nun werden Rufe nach einer Fristverlängerung laut.“

Fristverlängerung gefordert – Lindner schaut sich alles erst genau an

Vertreter aus der Wirtschaft und Politik haben sich bereits für eine Fristverlängerung für die Abgabe der Grundsteuererklärung ausgesprochen.

Peter Adrian Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sagte zum Beispiel der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „In einer der schwierigsten Phasen seit dem Zweiten Weltkrieg müssen viele Betriebe umfassende Grundsteuerdaten bis Ende Oktober an die Finanzämter liefern. Das stellt viele Unternehmen angesichts der Kürze der Zeit und der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage vor erhebliche Probleme.“ Den ganzen Artikel findest du hier.

Auch der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Hartmut Schwab, äußerte sich zur Situation kritisch: „Problematisch ist das vor allem, weil es voraussichtlich so weitergehen wird. Die Zugriffe werden ja nicht weniger. Der Zeitplan war von Anfang an unrealistisch. Das bestätigt nun die IT. Wir fordern daher eine Verlängerung der Abgabefrist. Damit ist allen Beteiligten geholfen.“
Mehr findest du hier: Debakel mit Ansage –Grundsteuerreform legt Elster-Portal lahm – WELT

Das sind nur zwei Beispiele, die die aktuelle Situation kritisch sehen und daher bereits jetzt eine Fristverlängerung fordern. Das sieht Bundesfinanzminister Lindner anders und sagt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Noch müssen wir keine Entscheidungen treffen.“ Die Länder hätten ihm versichert, dass die Datentechnik jetzt tragfähig sei. „Die Menschen und ihre Steuerberater haben aber viele Dinge gleichzeitig zu tun. Deshalb schaue ich mir das genau an.“


Zeit zu handeln!

Das heißt aber für alle Eigentümer einer Immobilie mehr denn je: Es ist Zeit zu handeln! Wer sich noch nicht mit der Abgabe der Feststellungserklärung beschäftigt hat, sollte dies dringend tun! Je früher, desto besser. Denn wie schnell sind die nächsten drei Monate vorbei?

Um deine Herausforderungen leichter meistern zu können, schau dir meine Blogartikel an. Ich habe Folgendes für dich veröffentlicht:

Die Linksammlung trennt übersichtlich nach den einzelnen Bundesländern und hilft dir schnell, die für dich relevanten Informationen zu finden.


Hast du schon erste Erfahrungen mit dem Online-Portal ELSTER gesammelt? Kannst du die Aussagen bestätigen? Schreib mir gern über deine Erfahrungen.

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